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sıla yolu

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mit Malve Lippmann

Sıla yolu, Todesstrecke, Urlaubsweg – die ehemalige Europastraße 5 (E5)  hat viele Namen. Die Transitstrecke dient seit den 1960er Jahren von den Türkeistämmigen Arbeitsmigrant*innen als Hauptverbindungsweg zwischen Westeuropa und der Türkei. Noch immer ist die einstige „Gastarbeiterroute“ eine wichtige Strecke für Urlauber*innen, Pendler*innen sowie die neuen Migrant*innengruppen. Man kann die Route, ob ost- oder westwärts, als so etwas wie einen Ballungsraum von Erinnerungen an Heimat(en), Vermischungen und Oszillationen von Gewesenem sowie Hoffnungen auf Zukünftiges betrachten. Die Gegenwärtigkeit von Vergangenheit und Zukunft einer Strecke macht den Transitraum der Autobahn zu einer besonders interessanten Gemengelage menschlicher Emotionen, Wünsche und unerwarteten (Grenz-)Verschiebungen.

Im Fokus der Ausstellung SILA YOLU- Der Ferientransit in die Türkei und die Erzählungen der Autobahn steht das individuelle und kollektive Suchen eines Wegs, das Finden von Destinationen und Startpunkten, das Machen von Wegstrecke und das Mitbringen und Mittransportieren von Erwartungen, Fantasien, Erinnerungen und Artefakten. Die Ausstellung setzt sich nicht nur mit dem physischen Weg zwischen zwei Orten auseinander, sondern auch mit dem komplexen Emotionsraum, in dem die Konzepte von Kultur, Identität und Gemeinschaft rasant oszillieren, aber manchmal auch an unverrückbare Vorstellungen gefesselt sind.

Ausstellung Berlin: 24.09. - 09.10.2016
in ZK/U, bi'bak, Prinzesinnengärten, Galerie Wedding, himmelbeet
Preview: 22.0.2016, ZK/U
Eröffnung: 23.09.2016, bi'bak

Ausstellung Istanbul: 04.03. - 02.04.2017
DEPO, Istanbul
Eröffnung: 03.03.2017

Mehr Infos unter: silayolu.bi-bak.de

In Kooperation mit DOMID – Dokumentationszentrum über die Migration in Deutschland und DEPO
Gefördert von Fonds Soziokultur, Goethe Institute Istanbul und Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten Berlin