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born to be wild

interaktive medieninstallation
in Zusammenarbeit mit Malve Lippmann

Die Maske gibt uns die Möglichkeit für eine bestimmte Zeit in eine andere Identität zu schlüpfen und unser Gesicht bzw. unsere wahre Identitäten zu verbergen. Die Maske schränkt unser Körperbewußtsein somit die Wahrnehmung der Realität ein. Die Identität im virtuellen Raum ist folglich maskiert: Virtuelle/ Cyber-Identitäten funktionieren wie eine Maske und bieten uns unbekannte, undefinierte und anonyme Identitäten an.

Born to be wild bietet dem Rezipienten eine Tigermaske zum Aufsetzten an, mit der er in eine virtuelle Welt eintritt. In dieser neuen Realität überschneidet sich das aufgenommene Videobild des realen Raum (z.B. Ausstellungsraum) mit Repräsentationen der wilden Natur. Indem sich der Rezipient in einen "Benutzer" verwandelt, werden die Grenzen des realen Raum durch die zugefügte virtuelle Realität umgeformt und umdefiniert.

Der "Benutzer" wird dazu angeregt, seine Wahrnehmung von Natur und Kultur, Realem und Virtuellem, Analogem und Digitalem zu überprüfen. Es stellt sich die Frage, inwiefern Wildsein in der Zeit der neuen Medien und in virtuellen Räumen noch möglich, oder erst wieder möglich ist.

Ist es, durch eine Reduzierung unserer eigenen Körperwahrnehmung leichter möglich, sich der Natur anzunähern? Kann eine virtuelle Realität uns helfen wieder wild zu sein? Oder "Are we born to be wild"?